Helen Balmer war eine Schweizer Bildhauerin, die auch noch im hohen Alter aktiv war
Herkunft und Ausbildung
Helen Gerber verbringt ihre Kindheit und Jugend als zweite von drei Töchtern einer gutbürgerlichen Fabrikantenfamilie an der Schlossstrasse 13 in Langnau i. E. Sie besucht von 1931 bis 1940 die Primar- und Sekundarschule, entwickelt sich früh als künstlerisch begabte Zeichenschülerin und fühlt sich der Kunst verbunden.
Es folgt der Besuch des Freien Gymnasiums in Bern (Matura 1944), danach zwei Semester Architektur an der ETH Zürich sowie von 1945 bis 1949 ein Studium in Jurisprudenz (Lizentiat mit Auszeichnung) in Bern.
Enthusiastisch radeln sie und ihre Schwester im Frühling 1947 per Velo vom Emmental in die Romandie an die Skulpturenausstellung von Germaine Richier in der Galerie Georges Moos, Genf. Der Besuch der Ausstellung weckt in Helen Gerber den Wunsch, Bildhauerin zu werden.
Nach dem Studium kann sie sich von 1949 bis 1953 ihren langersehnten Berufswunsch, die Bildhauerei, bei Germaine Richier in Paris erfüllen. Sie erlernt und wendet die traditionelle Punktiertechnik nach Auguste Rodin und Emile-Antoine Bourdelle auch im Portrait "Monique" an, welches sie noch in Paris bei Valsuani giessen lässt. Zur gleichen Zeit bringt auch Pablo Picasso seine Ziege in die Bronzegiesserei.
Heirat und Familie
1954 kehrt Helen Gerber in die Schweiz zurück. Durch ihre Ausbildnerin, Germaine Richier, lernt sie den Basler Bildhauer Lorenz Balmer kennen, der ebenfalls von 1943 bis 1945 Student bei Germaine Richier in Zürich war und heiratet ihn im selben Jahr (Lorenz Balmer, Bildhauer: geb. 19.5.1916 in Herisau; gest. 9.10.2004 in Basel).
Aus der Ehe stammen die beiden Töchter Katrin (geb. 1955) und Eva (geb.1957).
Die Heimatorte des Ehepaars Lorenz und Helen Balmer-Gerber sind Lausen (BL), Basel-Stadt und Bäretswil (ZH). Staatsangehörigkeit: Schweiz
Der Wohnort befindet sich beim Familienbesitz Balmer "Auf der Burg", Alemannengasse 44, 4058 Basel, mit Wohnhaus, einem grossem und einem kleinen Atelier für Lorenz bzw. für Helen, umgeben von einem grossem Garten.
Auszeichnungen
1963 |
Kunstkredit BS |
1. Preis des Kunstkredit Wettbewerbs Basel Stadt für Park der Psychiatrischen Universitätsklinik Friedmatt (nicht ausgeführt). |
1965 |
Niedererlinsbach |
1. Preis Brunnenplastik "Wasserspiel" aus Verrucano-Granit, Schulhof Mühlematte, Niedererlinsbach. |
1970 |
Langnau i.E. |
1. Preis Brunnenplastik "Wolke" aus weissem Marmor, Sekundarschule Langnau i.E., ausgeführt 1976. |
1974 |
Basel Stadt |
1. Preis Skulptur "Dreiklang", Bäumlihof Gymnasium, Basel. |
1975 |
Pratteln |
1. Preis Relief "Kaligraphie" in Marmor, Sekundarschule II, Fröschmatt, Pratteln. |
1976 |
Basel Stadt |
1. Preis für Gartengestaltung, zentraler Teil Garten des Kantonsspitals Basel, "Geländegestaltung unter Einbezug eines Wasserlaufs über abgetreppte Betonbassins". |
1977 |
Kunstkredit BS |
1. Preis "Wegkreuz“, Kunstkreditwettbewerb für Sporthalle St. Jakob (nicht ausgeführt). |
1980 |
Dornach |
1. Preis "Räumliche Schrift" in Liesberger Kalkstein, Areal Evangelisch-reformierte Kirche Dornach. |
1981 |
Kunstkredit BS |
2. Preis "Tropfen auf den heissen Stein", Wettbewerb Kunstkredit Basel Stadt. |
1984 |
La-Chaux-de-Fonds |
1. Preis: "La fille aux fleurs", Gips, vom Lyceum Suisse anlässlich des "concours national feminin des Beaux-Arts" erworben. |
1990 |
Kunstkredit BS |
1. Preis des Kunstkredit Wettbewerbs Basel Stadt für das Gemeinschaftsgrab auf dem Friedhof Hörnli in Basel: "Frau mit Weihgabe und Wächter". |