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Helen Balmer war eine Schweizer Bildhauerin, die auch noch im hohen Alter aktiv war

Biografie

  • 1924

    Am 25. Oktober 1924 wird Helen Gerber als zweites Kind des Ehepaars Johanna und Paul Gerber-Gerber an der Schlossmattstrasse 13 in Langnau i. E. geboren. Sie war bis zur Heirat heimatberechtigt in Langnau. 

    Helen wächst mit ihren beiden Schwestern Ursula und Susanne (Suse) in einer gutbürgerlichen Familie auf. 

    Foto: © Fundus Helen Balmer

  • 1931

    Eintritt in die Primarschule, 1935-1940 Besuch der Sekundarschule Langnau. Helen zeichnet gern, ihre Begabung wird durch den Zeichnungslehrer erkannt und gefördert! Ab dem Jahr 1940 besucht Helen Gerber das Freie Gymnasium in Bern und schliesst 1944 mit der Maturität ab. 

    Foto: © Fundus Helen Balmer

  • 1944

    Während zwei Semestern studiert Helen Gerber Architektur am Polytechnikum in Zürich.
  • 1945

    Weitere 4 Studienjahre folgen in Jurisprudenz an der Universität in Bern mit lic. jur.-Abschluss im Jahr 1949. Nebenbei besucht Helen Gerber am Lehramt für Sekundarlehrer Kunstkurse. Bei Max von Mühlenen, Leiter der Malschule im Kornhaus Bern, setzt sie sich statt mit Malen, lieber mit der Dreidimensionalität auseinander. Das Interesse an der Bildhauerei wächst.

  • 1947

    Auf Anraten ihres Onkels, Max Sänger, radelt Helen Gerber mit ihrer Freundin Trude Sänger per Velo nach Genf. Sie besuchen in der Galerie Georges Moos die Ausstellung von Germaine Richier, Paris. Helen Gerber ist von Richiers Skulpturen fasziniert und entschliesst sich, Bildhauerin zu werden.

  • 1949

    Kaum hat sie ihr Lizentiat in der Hand, löst sie ein Bahnbillett nach Paris. Helen Gerber verwirklicht endlich ihren Traumberuf. Bei Germaine Richier, erlernt sie während 4 Jahren den Beruf der Bildhauerin. Sie wendet die traditionelle Punktiermethode nach August Rodin und Antoine Bourdelle für ihre Porträts sowie für die lebensgrossen Plastiken in Lehm und Gips an.

    Foto: © Fundus Helen Balmer

  • 1950

    Vom Porträt der «Monique», 1950, lässt sie in der bekannten Fonderie Valsuani die Bronze giessen. Dort begegnet sie Picasso, der seine Skulptur «Ziege» ebenfalls zum Giessen bringt.

    Foto: © Fundus Helen Balmer

  • 1952

    Das «Portrait d’une Indochinoise», Gips, entsteht. Skulpturen in Gips folgen im selben Jahr: «Ariadne» und «Monsieur Lyrot».
    Helen Gerber zeigt Werke in der Kunsthalle Bern anlässlich von 3 «Weihnachtsausstellungen» in den Jahren 1951 bis 1953.
    Foto: © Fundus Helen Balmer
  • 1953

    Erfolgreich beendet Helen Gerber ihre Lehre bei Germaine Richier, welche ihr in Paris ein Atelier vermitteln will. Die junge Bildhauerin winkt ab. In Paris wäre ihre Existenz nicht gesichert.

    Foto: © Fundus Helen Balmer

  • 1954

    Germaine Richier schickt Helen Gerber mit einem Botengang nach Basel zum Bildhauer Lorenz Balmer, welcher in den Jahren 1942 bis 1944 ebenfalls Schüler von Richier in Zürich war.

    Helen arbeitet bei Lorenz Balmer «Auf der Burg» an der Alemannengasse 44 in Basel. 
    Foto: © Fundus Helen Balmer

  • 1954

    Helen Gerber und Lorenz Balmer verstehen sich nicht nur beruflich gut, sie kommen sich auch auf persönlicher Ebene näher. Noch im gleichen Jahr findet die Hochzeit statt. Bis 1957 wohnt das Ehepaar bei Frau Hagmann an der Alemannengasse 52 in Basel.

    Helen Balmer stellt von nun an bis ins Jahr 1983 an 10 «Weihnachtsausstellungen» in der Kunsthalle Basel aus.

    Foto: © Fundus Helen Balmer

  • 1955

    Tochter Kathrin kommt zur Welt. Am 21. August wird ihre Taufe gefeiert. Das Leben als Ehefrau, Hausfrau und Mutter rückt neu in den Mittelpunkt für Helen Balmer. 

    Weiterhin übt sie ihren Beruf täglich stundenweise aus, kreiert Kleinplastiken, modelliert Porträts, wie zum Beispiel dasjenige ihrer «Mutter», Bronze, 1956, oder eines in Lehm von Alfred Wymann, auch er ehemaliger Schüler von Germaine Richier.

    Foto: © Fundus Helen Balmer 

  • 1957

    Tochter Eva kommt zur Welt. Familienpflichten nehmen zu. Die Familie zügelt an die Alemannengasse 44 in Basel, was eine Erleichterung für das Ehepaar bedeutet. Nun können sie am selben Ort wohnen und arbeiten.

    Foto: © Fundus Helen Balmer

     
  • 1962

    Helen Balmers Werke wandeln sich, sie wendet neu ungegenständliche und abstrakte Formen an: «Habakuk» entsteht, er wird 1971 zwei Mal in Bronze gegossen.

    Foto: © Fundus Helen Balmer

  • 1963

    Beim Kunstkredit-Wettbewerb der Stadt Basel gewinnt Helen Balmer den 1. Preis mit Ausführungsauftrag. Sie präsentiert ihr Modell eines Wasserspiels mit einer Bassin-Plastik in Bronze für den Park der Psychiatrischen Universitätsklinik Friedmatt. Wegen eines Rückenleidens der Künstlerin kann der Auftrag nicht realisiert werden. Jedoch verfolgt sie weitere Projekte mit Brunnenplastiken und Wasserspielen.

    Foto: © Fundus Helen Balmer

     
  • 1980

    Gartengestaltung des Kantonsspitals Basel: Wasserlauf mit Überläufen in zwölf Betonbassins.
    Helen Balmer bezieht den Stufenbau auf ihre Emmetaler-Heimat und nennt ihn «Von der Emmen-Quelle am Hohgant bis zum Meer».
    Wegen eines Erweiterungsbaus des Klinikums II wird die Gartenanlage weichen müssen.
    Helen Balmer: Entwurf in Gips, 1975.

    Ausführung durch die Stadt Basel, Baubegleitung durch Lorenz Balmer. 

    Foto: © Jeanne Schneeberger

  • 1982

    Ein wichtiges Thema im Schaffen von Helen Balmer sind Vögel. Es entstehen viele Kleinskulpturen in Gips, Stein und Holz. Lorenz Balmer, der Ehemann von Helen, kommentierte zur Eule: «Die könnte von Picasso sein!»
    Foto: © Thomas Kuhn

  • 2016

    Helen Balmer und Jeanne Schneeberger lernen sich anlässlich der Abdankungsfeier von Bildhauer Peter Moilliet am 18. März 2016 in Allschwil kennen. Sie besichtigen Skulpturen von Peter Moilliet und dem gemeinsam befreundeten Bildhauer Walter Gürtler in Allschwil und F-Hégenheim. Helen Balmer betrachtet die Monumentalplastik «Paramahansa Yogananda» aus dem Jahr 1970 von Walter Gürtler. 

    Foto: © Jeanne Schneeberger

  • 2017

    Helen Balmer entwirft 1970 aus Gips und Metall die «Wolke», welche 1975 als Brunnenplastik in Peccia-Marmor für das Sekundarschulhaus Langnau i.E. durch Lorenz und Helen Balmer realisiert wird. Die Einweihung findet am 1. Juni 1976 statt. An der Ausstellung vom 18. November bis 3. Dezember 2017 werden im alten Bärensaal in Langnau Werke von Helen Balmer gezeigt, darunter der Entwurf «Wolke».
    Foto: © Reto Mettler

  • 2019

    Helen Balmer und ihre Skulptur «Metamorphose» in Bronze, anlässlich der Vernissage vom 29. März 2019, im Kunsthaus Zug zur Ausstellung «Von der Figur zum Raum - Skulpturen, Objekte, Installationen der Sammlung», vom 30. März bis 12. Mai 2019. Die «Metamorphose» entstand 1968, wurde erstmals 1970 in Bronze gegossen, 2019 folgten nochmals zwei Bronzegüsse. Ein Werk steht im Kunsthaus Zug, das andere im Garten der alten Universität Basel.  

    Foto: © Jeanne Schneeberger

  • 2020

    Am 15. September 2020 wird das Buch «Helen Balmer / Zeichen stellen» an der Vernissage beim Schulhaus Fröschmatt in Pratteln vorgestellt. Für diesen Anlass wurde das Relief «Kalligraphie» durch David de Caro, Bildhauer Basel / Liestal, gereingt und in neuem Glanz präsentiert.

    Das Modell zur «Kalligraphie» wurde von Helen Balmer 1974 in Gips auf Tonplatte entworfen. Nach jahrelanger Arbeit beendete Lorenz Balmer im Jahr 1982 das 12,5 Meter breite Relief in Marmor an der Fassade des Schulgebäudes.

    Bild: Helen Balmer mit den Buchautoren Andreas Chiquet und Isabel Zürcher vor der «Kalligraphie».
    Foto: © Ute Schendel

  • 2020

    Am 15. November 2020 besucht Helen Balmer die Brunnenskulptur «Wasserspiel» in der Schulanlage in Niedererlinsbach.

    Helen Balmer: Entwurf vor 1965

    Lorenz Balmer: Ausführung in Verrucano-Granit, 1965,
    H 130 cm / B 85 cm / T 55 cm

    Foto: © Jeanne Schneeberger

  • 2020

    Helen Balmer besucht verschiedene Skulpturen im öffentlichen Raum, zu welchen sie Entwürfe geschaffen hat.

    Am 25. November 2020 besichtigt Helen Balmer zusammen mit Jeanne Schneeberger die Skulptur «Räumliche Schrift» bei der reformierten Kirche in Dornach. René Burri, Jugendleiter der Kirche, stellt den KUW-Schülerinnen und -Schülern die Bildhauerin Helen Balmer vor. Im Bild die Personengruppe neben der «Räumlichen Schrift», welche kurz zuvor vom Kirchgemeindehaus weg auf die Wiese vor der Kirche umplatziert wurde.  

    Helen Balmer: Entwurf, Gips auf Steinplatte, vor 1972, H 8 cm / B 15 cm / T 12 cm 

    Lorenz Balmer: Ausführung, 1983, Liesberger Kalkstein, H 120 cm / B 240 cm / T 180 cm

    Foto: ©  KUW-Mitarbeiter Kirchgemeinde Dornach

  • 2023

    helen_balmer_todesanzeige.jpg

    Todesanzeige von Familie Balmer, Basel

  • 2024

    Einladung für Freitag, 25.10.2024, 17:00 Uhr, vor dem Helen und Lorenz Balmer-Brunnen "Wolke"

     

    OSLA, Oberstufen- Schulanlage
    Höhenweg 10, 3550 Langnau i.E.

     

    Zum 100. Geburtstag von Helen Balmer-Gerber
    * 25. Oktober 1924 in Langnau i.E.
    † 12. März 2023 in Basel

     

    Begrüssung: Jeanne Schneeberger, Goldbach

    Alphornmusik: Hans Stettler, Hornist, Langnau

     

    Zu Ehren von Helen Balmers 100. Geburtstag feiern wir im Emmental ihre Hompage-Taufe!
    Alle Anwesenden sind herzlich zum Apero im Foyer der Aula, OSLA eingeladen.